Werkschließung verschoben - gute Abfindungen erzielt Sozialplan bei valeo FTE automotive Mühlhausen steht

Am 14. Januar verkündete die Geschäftsleitung von valeo FTE automotive Möve GmbH in Mühlhausen die Werksschließung zum 31. März 2027. Seitdem waren Arbeitgeber und Betriebsrat, mit Unterstützung der IG Metall Nordhausen, in Verhandlungen über einen Sozialplan.

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Nun gibt es eine Einigung. 

Neben guten Abfindungen ist vor allem ein Ergebnis entscheidend: Die geplante Werkschließung wird um neun Monate, auf den 31.12.2027, verschoben. Im Anschluss daran haben die Beschäftigten die Möglichkeit, für zwölf Monate in eine Transfergesellschaft einzumünden. Das war dem Betriebsrat in Anbetracht des hohen Altersdurchschnitts und der langen Beschäftigungsjahre ein besonderes Anliegen: „In der jetzigen Arbeitsmarktlage ist es für Kolleginnen und Kollegen, die seit mehr als 25 Jahren hier in der Schlauchfertigung tätig sind, enorm wichtig, weiter qualifiziert zu werden. Das bietet noch einmal echte Chancen. Und die Aufstockung des Transferkurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber ermöglicht diese Qualifizierung ohne finanziellen Druck im Nacken,“ freut sich Sven Meyer, Betriebsratsvorsitzender des Mühlhäuser Betriebs, über diese Lösung.

Für rentennahe Beschäftigte konnte eine Mindestabfindung erzielt werden.

Die IG Metall hat ihrerseits die Forderung nach einer zusätzlichen Abfindung für Gewerkschaftsmitglieder gestellt. „Seit 2018 haben die Kolleginnen und Kollegen für einen Tarifvertrag gekämpft. Als dieser 2021 abgeschlossen wurde, konnte dadurch auch der Standort weitergeführt werden. Ohne diese Engagement wären bereits damals die Lichter der Hallen ausgegangen. Wir wollten, dass auch das gewürdigt wird. Nun bekommen Gewerkschaftsmitglieder eine zusätzliche Abfindung von 4.000€,“ erklärt Jenny Rotter, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall.

Belegschaft zufrieden mit Ergebnis

„Natürlich wäre uns lieber gewesen, dass die Geschäftsleitung im Rahmen der Verhandlungen vom Beschluss, das Werk zu schließen, abrückt. Ein guter Sozialplan ist insofern immer nur das zweit beste Ergebnis. Aber er ermöglicht den Kolleginnen und Kollegen eine gute Abfederung von sozialen Härten und kann auch einen Neuanfang bieten“, sagt Sven Meyer abschließend.